Hi liebe Pandas!
Wir kommen am besten gleich zur Sache. Ihr könnt Euch ja noch an die verschlüsselte Botschaft erinnern, oder? Hier ist sie nochmal, falls Ihr sie vergessen habt:
Wer mich finden will, muss den großen Ben suchen
sobald er 12 Mal ruft, kriegt Ihr ein Stück Kuchen
Lasst es Euch schmecken
aber bekommt keinen Schrecken,
wenn Ihr auf etwas beisst,
dass sich als Schlüssel erweist
Wer der große Ben war, fiel uns wie Schuppen von den Augen, als wir die Uhr vom Big Ben haben schlagen hören: Es war genau Mittag und die Uhr schlug genau 12 Mal. Uns war klar: wir mussten unbedingt vor dem letzten Schlag am Big Ben sein. Also rannten wir drauf los, so schnell wir konnten! 9, 10, 11, 12 – angekommen! Und was jetzt?
Wir sahen einen Straßenverkäufer gerade seinen Stand zusammenbauen.
Max guckte ihn erschrocken an.
Aber ich wusste nicht so recht was ich fragen soll.
Das war auch nicht nötig. Denn der Straßenverkäufer wusste bescheid und sagte: „Ahh… ihr seid also die beiden Detektiv-Pandas? Ich habe hier eine Kleinigkeit für Euch. Lasst es Euch schmecken, ha ha!“ Er gab Max ein Stück Schokoladenkuchen und verschwand.
In dem Moment hörte ich meinen Magen knurren und der Kuchen sah so lecker aus. Als ich gerade genüsslich reinbeißen wollte, hörte ich Ella schreien: „Neeeein, Max! Was ist, wenn der Kuchen vergiftet ist? Hast Du noch nie was davon gehört, dass man von Fremden kein geschenktes Essen annehemen soll?“.
Aber es war zu spät. Der Kuchen war schon in meinem Mund. Die Schokolade zerging auf meiner Zunge, aber dann: KNACK! Ich biss auf etwas sehr Hartes. Ich spuckte es sofort aus. Es war ein Schlüssel. Aber wozu? „Der passt bestimmt in eine Tür vom Big Ben“, sagte Ella.
Und ich hatte recht!
Wir schlichen uns an den Wachen des Turmes vorbei und liefen die Treppe rauf, ganz nach oben. Da war eine verschlossene Tür. Wir steckten den Schlüssel ins Schloss und drehten ihn mit zittrigen Händen um. Die Tür ging auf, wir gingen hinein. Es war ein großer, leerer Raum. In der Mitte stand ein Päckchen mit dem Zettel „Für Ella und Max“. Es war eingepackt wie ein Geschenk. Ella freute sich wie ein Honigkuchenpferd: „Oh, ein Geschenk, für uns?“ Sie zog an der Schleife und dan POPP! Eine Clown-Puppe poppte heraus… mit dem gesuchten, schwarzen Notizbuch!
Das war schon ganz schön eigenartig. Trotzdem waren wir heilfroh, dass wir das Buch gefunden haben. Wir gingen wieder zurück zum Scotland Yard. Als wir dem Besitzer sein Notizbuch zurückgaben und von dem Clow erzählten, meinte er, dass der Dieb wohl der bekannte „Riddler“ gewesen sein muss, der sich einen Spaß daraus macht anderen Menschen Rätsel aufzugeben. „Das habt ihr toll gemacht, ihr beiden!“ meinte er auch gleich, „In diesem Buch steht die geheime Adresse meiner Tochter drin, die in Mexico lebt. Wenn ich sie verloren hätte, würde ich meine Tochter wahrscheinlich nie wieder sehen. Aber sagt mal… seid Ihr gerade nicht auf Weltreise? Könntet Ihr mir einen großen Gefallen tun?“ Er kritzelte schnell die Adresse auf den Umschlag und drückte uns einen Brief in die Hand: „Hier. Wenn Ihr zufällig in Mexico sein solltet, wäre es ganz toll, wenn Ihr den Brief meiner Tochter geben könntet. Per Post will ich ihn nicht schicken, das ist zu gefährlich. Und euch beiden vertraue ich.“
Max fühlte sich sofort als Super-Detektiv geschmeichtel und nahm den Brief an sich. Dabei haben wir noch gar nicht geplant nach Mexico zu fahren. Aber naja, ist bestimmt schön da.
Zuerst fahren wir nach Spanien, und zwar mit dem Schiff! Das wird eine lange Reise.
Achja, habt Ihr schon die Postkarte aus England gefunden? Sucht im Grünen!
Haltet die Ohren steif,
Max und Ella