Hallo coole Pandas!
Heute gibt es den zweiten Teil der Seeräubergeschichte von uns. Gestern haben wir am Strand den ersten Teil schon nachgespielt, ich war Käpt’n Kabeljau und Ella hat Fietje gespielt. Aber ich bin wirklich der geborene Piratenkäpt’n! - Und wir haben uns die Piratenklamotten aus dem Katalog geholt, das sah richtig echt aus!
Aber jetzt zurück zum zweiten Teil der Geschichte, viel Spaß!
Als Fietje in sein kleines Ruderboot stieg und auf das Meer hinausruderte, feierten die Piraten immer noch in der Taverne. Das war auch gut so, denn sie durften ihn nicht dabei erwischen, wie er die gefangenen Bollys von der geheimnisvollen Insel rettete. Der Mond schien hell und so hatte er schnell entdeckt, in welche Richtung er rudern musste. Die Insel lag nicht weit von der Küste entfernt und sah ganz friedlich aus. Aber jetzt, so mitten in der Nacht, hätte er sich lieber in sein gemütliches Bett gewünscht und sich die Decke über den Kopf gezogen. Aber es war zu spät, jetzt musste er sein Abenteuer zu Ende bringen!
Nach kurzer Zeit war er auf der Insel angekommen. Er zog das Boot an den Strand und sah sich um. Es war ziemlich dunkel und obwohl Vollmond war, fiel es Fietje schwer, etwas zu erkennen. Er ging in Richtung von einigen Palmen, die in der Mitte der Insel standen. Plötzlich hörte er ein leises Fiepen und Pfeifen! Vor Schreck blieb er wie angewurzelt stehen und versuchte verzweifelt, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. “Was, wenn einige Piraten hiergeblieben sind, um auf die Bollys aufzupassen?”, schoss es ihm durch den Kopf. Er wollte sich gerade umdrehen und Fersengeld geben, als ihm einfiel, dass Seeräuber bestimmt nicht solchen leisen und traurigen Geräusche machen. Seeräuber sind immer laut und lachen viel, aber bestimmt fiepen und pfeifen sie nicht! Fietje fasste sich ein Herz und ging direkt auf die Stelle zu, von der die komischen Geräusche kamen. (Ihr dürft nicht vergessen, dass man damals, als Fietje in Panfu lebte, Bollys nur ganz selten zu sehen bekam, deshalb kannte er die Geräusche auch nicht, die heute jeder Bollybesitzer kennt!)
Unter den Palmen erkannte Fietje in der Dunkelheit lauter Käfige, in denen unzählige Bollys in allen Farben saßen und ziemlich traurig dreinschauten. Als sie ihn hörten, fingen sie vor Angst ganz laut zu piepen an, denn sie dachten, dass die Piraten zurückgekommen wären. “Pssst, keine Sorge, ich bin kein Pirat!”, flüsterte Fietje. “Ich bin gekommen, um euch zu befreien!” Als die Bollys das hörten, waren sie vor Überraschung einige Sekunden ganz still und dann brach ein lautes und fröhliches Zwitschern und Zirpen los! – “Seid doch ein bisschen leiser, ihr verratet uns noch mit eurem Lärm!”, zischte Fietje. Man konnte ja nicht wissen, ob am Ende nicht doch noch ein Seeräuber in der Nähe war.
Sofort machte sich Fietje daran, die Käfige zu öffnen und einen Bolly nach dem anderen herauszulassen. Das ging gar nicht so schnell, denn die Käfige waren zugebunden. Als er den siebenundfünzigsten Bolly (einen roten, der schon ziemlich Hunger hatte) befreit hatte, ging gerade die Sonne über Panfu auf und die Insel sah auf einmal sehr schön grün und einladend aus. “Jetzt müssen wir schnell abhauen, bevor die Piraten ausgeschlafen haben und hierher kommen!”, trieb Fietje die Bollys an, die jetzt auf der Wiese herumtollten.
Zwölfmal musste Fietje hin- und herrudern, um alle Bollys heimlich nach Panfu zu bringen und im Dschungel hinter dem Wasserfall zu verstecken. Gerade als er den letzten Bolly verstaut hatte, waren die Piraten im Hafen aufgebrochen, um ihre Beute zu Geld zu machen. Es würde also nicht mehr lange dauern, bis sie entdecken würden, dass die Bollys alle weg waren! Und dann würden sie ganz sicher wütend wiederkommen und nach ihnen suchen! Was war da zu tun?
Alle siebenundfünzig Bollys und Fietje grübelten und grübelten, wie sie die Piraten bloß loswerden könnten. Um halb vier am Nachmittag fiel Fietje entlich etwas ein. Er sprang auf und rief: “Ich hab’s! Ich weiß, wie wir die Seeräuber loswerden!” Schnell setzte er sich hin und schrieb auf ein Stück Papier folgende Nachricht: “Lieber Käpt’n Kabeljau! Ich weiß, wo die Bollys sind, die Sie suchen! Sie sind heute Nacht ausgebüxt und mit einem Schiff Richtung Patagonien gefahren. Wenn sie sich beeilen, holen Sie sie noch ein! Ihr Fan Fietje.” Schnell rollte Fietje das Papier zusammen, steckte es in eine Flasche und verschloß sie mit einem Korken.
Einen blauen Bolly, der gut schwimmen konnte, ließ er diese Flaschenpost heimlich und eiligst zum Schiff der Piraten bringen. Die Seeräuber entdeckten sie schnell im Wasser und fielen auf den Trick herein! Sofort ließ Käpt’n Kabeljau den Anker lichten und machte sich auf den Weg nach Patagonien, um der falschen Spur zu folgen, die Fietje schlau gelegt hatte. Sie wurden nie mehr in Panfu gesehen, aber es gibt Berichte, dass sie dort angefangen haben, Bienen zu züchten und ihre Seeräuberei ganz aufgegeben haben.

Die Bollys aber sind auf die kleine Insel gezogen und leben dort heute noch glücklich und zufrieden. Ihr könnt die Bollys in der Bolly-Welt besuchen und Euch auch Euren eigenen Bolly nach Hause holen!
So, dass war unsere Seeräubergeschichte! Hoffentlich hat sie Euch gefallen! Wenn Ihr wollt, dann erzählen wir Euch wieder mal eine Geschichte!
Haltet die Ohren steif! 
(So viele Wörter! Da könnte man doch glatt ein Wortspiel machen… Bei einem Kinderquiz oder einem Logikrätsel könnt Ihr ürigens auch Euer Wissen trainieren und anwenden.)